Should I stay or should I go?

13. April 2023

Should I stay or should I go?

Das ist doch eine wirklich gute Frage, die The Clash 1982 stellten ( https://www.youtube.com/watch?v=wjZMcWaniA4 ). Na ja, sie besangen eine Liebesbeziehung, und darauf eine Antwort zu finden, ist nicht mein Anliegen.

Aber das Business der Anderen und ob sie dableiben oder gehen sollten, um Arbeitszufriedenheit zu finden, das ist mein Anliegen. Die für sich richtig Erwerbstätigkeit zu haben, der nicht nur einfach ein Job ist, hat ganz schön starke Auswirkungen auf den größeren anderen Teil des Lebens. Und ich finde ja, dass jeder sich dafür einsetzen sollte, sein gutes Leben zu führen.

Die Entscheidungen über das Bleiben oder Gehen sind für dieses gute Leben wichtig. Immer häufiger ist das Weiterziehen von einem Job zum nächsten eine bare Notwendigkeit. Zum Beispiel wenn Verträge befristet sind und nicht verlängert werden. Oder wenn sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen ändert.

Wer aber ohne diese Not mit dem Ziel des Weiter, Höher, Besser wechselt, bekommt viel Aufmerksamkeit. Ich gratuliere, wenn das gut gelingt. Manch einer hat aber schon mal gemerkt, dass der letzte Wechsel doch nicht so gut war. Die Verpackung lockte, der Inhalt war dann weniger als gedacht. Also weiterspringen.

Meinen besonderen Respekt haben die Menschen, die wissen, dass ein Weniger für sie genau richtig ist. Die sich entscheiden, einen Karriereschritt zurückzugehen und auf einer weniger beeindruckenden Stufe zu bleiben. Diese Menschen haben zwar weniger Bewunderung und Geld, tun aber genau das, was sie mögen. Um sich rundum wohlzufühlen. Das ist weiterhin kein „Ponyhof“, denn sie tun auch Dinge, die sie nicht so toll finden. Aber sie verspüren Sinn in ihrem Tun, gefolgt von Erfüllung und Zufriedenheit. Damit entkommen sie der Aufmerksamkeitsökonomie und lassen sich durch die Währung der Beachtung nicht mehr korrumpieren.

Downsizing kann eine richtig gute Sache sein. Denn ganz ehrlich: Die meisten Menschen interessieren sich doch vor allem für sich selbst. Wenn wir das erkennen, ist die einzig richtige Konsequenz daraus, dass wir einfach unser Ding machen, egal, was die anderen sagen.